Jung Spunte setzen Erfolgsserie auf ungewohntem Belag fort

Torgau - Die Jung Spunte, Kegellegenden aus Hürth b. Köln, sorgen auf ihrer Welttournee "Niemals Letzter" weiter für Furore.
Im nordsächsischen Torgau a.d.Elbe traten die bekanntlich "Besten Kegler der Welt" zu ihrem ersten Asphaltbahn-Wettkampf an. Das stark besetzte Traditionsturnier des "KC Hartenfels '84" erwies sich mit international renomierten Mannschaften wie "Traktor Priestewitz", "Goldene Kugel Lampertswalde" und "ESV Lokomotive Riesa" für die Scherenbahnkönige aus dem Rheinland als durchaus ernsthafter Prüfstein.
"Leichte Gegner gibt es nicht mehr - die sogenannten Kleinen haben mächtig aufgeholt.", stellte Arno "dä Schmaal" J. bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Turnier fest. "Wir müssen höllisch aufpassen um unser Ziel, niemals Letzter zu werden, auch diesmal erreichen zu können, zumal wir auf diesem ungewohnt stumpfen und weichen Belag unsere überlegene Technik nicht 100-prozentig auspielen können.", meinte J.
Die erste Überraschung erwartete die Spunte bereits beim ersten Abendtraining. Der vorher ausgiebig trainierte Asphaltbelag war durch eine neue, giftgrüne Kunststoffauflage ersetzt worden. Das die Gastgeber mit dererlei psychologischen Überraschungen arbeiten würden hatte man im Vorfeld des Turniers bei den Hürthern jedoch vorrausgesehen. So starteten die Jung Spunte, die ohne ihre Stammspieler Reiner D, Gerd v. H., Alexander G. und Willi B. auskommen mußten, aus einem verstärkten Alkoholspiegel heraus und setzten mit ihrem ersten Werfer, Hermann "dä Fuss" G. gleich den ersten Maßstab für die mit eigenen(gelochten!) Kugeln angereisten "Vollen" aus Pforzheim.
H.J. "et Knee" S. brachte die Jung Spunte mit einer Weltklasseleistung zunächst ausser Reichweite der Kegler aus der Goldstadt. Da half auch eine ansprechende Leistung des leicht angeschlagenen Pforzheimers "Uz", der bereits vor dem Turnier des "Rotkäppchen-Dopings" überführt wurde, nicht weiter.
Nachdem H.D. "Daggel" S. und J. als Schlusswerfer ihre Mannschaft auf unglaubliche 925 Holz nach vorne katapultiert hatten, griffen die Gäste aus Pforzheim erneut in die Trickkiste und brachten als vierten Werfer einen Altinternationalen aus Torgau. Doch trotz seiner 329 Holz blieben die Goldstädter am Ende 4 Holz unter der von den Jung Spunte gesetzten Marke und belegten somit den enttäuschenden 32. und letzten Rang.
"Ein Meilenstein in der Historie der Jung Spunte", kommentierte Scherenbahnlegende Franz Funz das Ergebnis der Rheinländer. H.J. "et Knee" S., bester Werfer des Hürther Quartetts, brachte es auf den Punkt: "Am Ende hat sich unsere überlegene, körperliche Verfassung durchgesetzt."
Auf das Gerücht, die Jung Spunte würden demnächst an einem Curling-Turnier teilnehmen, antwortete Hermann "dä Fuss" G.: "Bin ich dran ?"
Nach dieser erneuten "Sternstunde des Kegelsports", so Bundespräsident Herzog in einer Ansprache am Abend, geht es für alle Spunte in die Sommerpause. Im August wird die Welttournee der "Besten Kegler der Welt" mit einem Trainingslager in der Rattenfängerstadt Hameln fortgesetzt.(aj)